Arbeitskreis Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit
Kurzinfos
Ansprechpartner
Zu unserem christlichen Auftrag gehört es, uns für Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung einzusetzen. Als Arbeitskreis Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit wollen wir dies in die Tat umsetzen und Veränderungen im Gemeindeleben, bei den Menschen in der Gemeinde und im Stadtteil anstoßen. Wir treffen uns regelmäßig am vierten Mittwoch im Monat in der Sakristei der Hoffnungskirche. Dort planen wir unsere nächsten Schritte und Aktionen. Alle, die zu den Treffen kommen, können Projektideen einbringen. Wir sind ein offener Arbeitskreis und freuen uns über alle, die uns unterstützen und mitmachen. Kommt vorbei!
Slowflowers
Am 3. September 2025 hat der Arbeitskreis Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit zu einem Abend mit dem Thema Slowflowers in die Friedenskirche eingeladen. Als Referentin konnten wir Emma Auerbach gewinnen, die aktives Mitglied des Vereins "Slowflower-Bewegung" ist und ein nachhaltiges Blumenfeld in Podemus bewirtschaftet. Sie berichtete uns von den Hintergründen des Geschäfts mit Blumen und zeigte Alternativen zum konventionellen Geschehen auf beidenblumen.de.
Viele Menschen achten heute darauf, woher ihr Essen kommt und wie es hergestellt wurde. Doch im Bereich der Schnittblumen und Floristik gibt es ein großes Ungleichgewicht.
Im Zuge der Globalisierung hat sich der Preisdruck verschärft und die Produktion von über 90% aller Schnittblumen, die in Deutschland, Österreich & der Schweiz verkauft werden, wurde ins Ausland verlegt. Heute versinnbildlichen Blumen etwas, wofür sie selbst kaum mehr stehen: Schnittblumen sind zur Massenware geworden: Billig, uniform und jederzeit verfügbar.
Die Blumen stammen aus Ländern wie Kenia, Sambia, Äthiopien oder Ecuador. Mit den Spritzmittelückständen aus den Monokulturen werden dort Böden, Seen und Naturschutzgebiete vergiftet. Zudem gibt es keine oder nur unzureichende Schutzkleidung. Niedriglöhne und Ausbeutung sind an der Tagsordnung.
Darüber gibt es leider kaum Aufklärung, Information oder Öffentlichkeitsarbeit. Das möchte die Slowflower-Bewegung ändern. Die Mitglieder möchten Blumen und die Menschen, die mit ihnen arbeiten, wieder wahrnehmen und wertschätzen. Zurück zur echten Natur, die man sehen, spüren und riechen kann.
Blumen wachsen in der Natur entsprechend der Umstände um sie herum – mal schneller und mal langsamer, mal kürzer und mal länger, mal gerade und mal gebogen.
Wir finden das großartig und merken, dass die Blumen viel berührender wirken, als die Standard-Exemplare aus dem Supermarkt. Das wollen wir gerne hinaus in die (Blumen-) Welt tragen und euch für natürliche Schönheit begeistern.
Mehr zur Slowflower-Bewegung
slowflower-bewegung.de
Nach dem Vortrag tauschten sich die ca. 25 Teilnehmenden rege über das Thema aus und Emma Auerbach beantwortete viele Fragen. Anschließend wurde die Theorie praktisch ausprobiert und alle durften mit Emmas Blumen ein kleines Gesteck zaubern in einem Schälchen ganz ohne Steckmasse aus Kunststoff.
Hier können Sie einige der hübschen Gestecke bestaunen: