Blick zurück und Blick nach vorn
Neues aus dem Kirchspiel
vom , verfasst von Pfarrer Tobias Rösler
Eine Amtszeit im Kirchenvorstand geht im November zu Ende. Aus diesem Grund haben wir uns im März im Kirchenvorstand Zeit für Rückschau und Ausblick genommen. Begleitet von zwei „Lotsen“ der Ev. Gemeindeberatung, sind wir auf eine gedankliche Schiffsreise durch die Amtszeit gegangen. Wir haben uns an den Start im Dezember 2020 erinnert, und an den Zustieg weiterer Reisebegleiter unter der Flagge von Frieden und Hoffnung. Wir haben an jene gedacht, die vorzeitig aussteigen mussten oder wollten, beziehungsweise die wir neu begrüßen konnten. Zuletzt ist Thomas Pawlik vom KV-Vorsitz und auch aus dem Gremium zurückgetreten. Es wurde für ihn einfach insgesamt zu viel, was er aktuell bewältigen muss. Wir sind ihm für sein engagiertes, umsichtiges und kommunikatives Wirken, zuerst in Frieden und Hoffnung und dann auch im Kirchspiel, weit mehr dankbar, als es sich hier und überhaupt sagen lässt!
Bei der Rückschau ist vor unseren Augen eine Seekarte unserer Reise entstanden. Und wir haben auch schon ein paar Gedanken in den Hafen vorausgeschickt, wo diese Reise enden und die unmittelbar folgende neu starten wird. Das alles hat uns nochmal sehr bewegt und umgetrieben. Der stete Fortgang der Arbeit im Kirchenvorstand lässt die passierten Orte oft schnell vergessen. Doch auf einmal waren die Markierungen wieder sichtbar: die Corona-Pandemie, die großen Kirchensanierungen in Cotta und Briesnitz, die konzeptionelle und personelle sowie vereinsverstärkte Neuaufstellung der Kirchenmusik von Briesnitz aus, die Entwicklung vom Friedhof zum Park neben der Hoffnungskirche und die Eröffnung des Trauerweges in Cotta, die Verteidigung der Demokratie nicht nur für innerkirchlichen Dienstgebrauch, sondern auch durch Verlautbarung und das Wahlforum in Gorbitz, die Bereicherung durch die Zirkuspädagogik, das Kirchenasyl, die Neugestaltung und Ausdifferenzierung unserer Öffentlichkeitsarbeit, die Sicherung von Glockenturm und Glockenklang in Cossebaude und noch viel mehr. Hinzu kommen die permanenten und wiederkehrenden Aufgaben wie die Planung des kirchlichen Lebens, die Finanzierung all unserer Aufgaben und die Sorge für all jene, die haupt-, neben- oder ehrenamtlich mitwirken.
Wir sind dankbar für all das, was zu bewegen uns möglich war und ist. Wir sind dankbar für die gute Atmosphäre, und für die Hilfe Gottes, ohne die wir es nicht geschafft hätten. Darauf bauen wir auch, wenn wir auf die diesjährige Wahl zugehen und Menschen dafür gewinnen wollen, ab der Adventszeit für eine neue 6-jährige Reise mit einzusteigen.
Verschweigen können wir nicht, dass uns auch in dieser Amtszeit die Strukturfrage und die Stellenplanung sehr beschäftigt haben. Die Umstände werden dafür sorgen, dass dieses Thema auf der Tagesordnung bleibt. Wir versuchen, damit so kreativ wie möglich umzugehen. Zum Beispiel, wenn wir mit Worten von Pfrn. Eymann, im Blick auf den Pfarrdienst, Folgendes den Gemeinden „abkündigen“ wollen:
Der Kirchenvorstand gibt bekannt:
Immer wieder erreicht uns die Frage, warum unsere Pfarrerinnen und Pfarrer im Kirchspiel zwischen den einzelnen Kirchen wechseln. Manche vermuten dahinter vielleicht eine unglückliche Planung – tatsächlich ist es jedoch eine ganz bewusste Entscheidung. Je weniger wir über Ressourcen verfügen können, umso mehr arbeiten auch unsere Pfarrer gemeinsam als Team für das gesamte Kirchspiel – damit das gottesdienstliche Leben in all unseren Kirchen lebendig bleibt. Wir laden Sie herzlich ein, das als Chance zu sehen: So erleben Sie immer wieder unterschiedliche Predigtstile, Gedanken und Persönlichkeiten. Jede Pfarrerin und jeder Pfarrer bringen eigene Erfahrungen, Schwerpunkte und Blickwinkel mit – und genau diese Vielfalt bereichert unsere Gottesdienste. Wir dürfen es so verstehen: Jede Pfarrerin und jeder Pfarrer im Kirchspiel ist „unsere“ Pfarrerin, ist „unser“ Pfarrer. So wächst unser Kirchspiel noch stärker als Gemeinschaft zusammen – getragen von verschiedenen Stimmen, aber verbunden im gemeinsamen Glauben an Jesus Christus.
Pfarrer Tobias Rösler,
stellvertretender KV-Vorsitzender
Nachfolger von Thomas Pawlik als KV-Vorsitzender ist Thomas Vollstädt aus Gorbitz. Pfarrer Tobias Rösler bleibt Stellvertreter. Wir wünschen beiden für die restliche Zeit dieser Amtsperiode ein gesegnetes Wirken.