Die Hand an den Pflug legen oder aus der Vergangenheit lernen?
Neues aus dem Kirchspiel
vom , verfasst von Thomas Pawlik
Jesus spricht: „Wer die Hand an den Pflug legt, und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes“. Wie soll man dann aber aus der Vergangenheit lernen? Jesus denkt in seinem Spruch eher an die persönliche Entscheidung des Einzelnen für ein Leben mit Gott, und nicht an das Prüfen von Prozessen und Zuständen in unserem Kirchspiel. So etwas gab es damals ja auch noch nicht.
Das Jahr 2026 ist für den Kirchenvorstand ein besonderes Jahr zum Zurückschauen. Es liegen fast sechs Jahre intensive Kirchenvorstandsarbeit hinter uns. Zusätzlich wurde durch die Strukturreform die Kirchgemeinde Frieden und Hoffnung im Jahre 2022 ein wichtiges Mitglied unseres Kirchspieles. Die Pfarramtsleitung wurde ebenfalls im Jahr 2022 neu mit Pfarrer Tobias Rösler besetzt.
In diesem Jahr werden der Kirchenvorstand und die Kirchgemeindevertretungen neu gewählt.
Im März werden wir auf der Kirchenvorstandsrüstzeit die vergangene Legislaturperiode betrachten: Was ist gut gelaufen, was war hervorragend? Was war nicht so gut, was ist veränderungswürdig? So wollen wir eine Art Orientierung für die „Neuen“ im künftigen Kirchenvorstand entstehen lassen, damit sie es einfacher haben, in die Kirchenvorstandsarbeit hineinzuwachsen. Für die, die im Kirchenvorstand bleiben, ist es eine Handreichung für das, was in Zukunft besser gemacht werden kann und was sich bewährt hat.
Die Besetzung eines Kirchenvorstandes ist im besten Fall stabil. Wenn Wahlen anstehen, ist immer etwas in Bewegung: Einige bleiben, andere werden neu gewählt. Das gilt auch für die kommende Wahl. Sicher finden sich in jeder Kirchgemeinde wieder neue Kandidatinnen und Kandidaten. Auch dafür ist dieser Rückblick gut, besonders wenn die Frage gestellt wird: Was macht ein Kirchenvorstand überhaupt? Welche Aufgaben hat er? Welche Verantwortung ist mit einer Mitgliedschaft im Kirchenvorstand verbunden? Je klarer die KV-Arbeit beschrieben wird, desto eher finden sich Kandidatinnen und Kandidaten. Im besten Fall sagen neu Kandidierende: Dieser Kirchenvorstand ist gut strukturiert unterwegs, da beteilige ich mich gern!
Es ist für uns in diesem Jahr eine große Aufgabe und Herausforderung, ehrenamtlich Mitarbeitende zu gewinnen, die sich mit Herzblut dem Gestalten der Kirchgemeinde widmen. Das betrifft beispielsweise besonders den Kindergottesdienst, aber auch die ehrenamtliche Leitungsverantwortung im Kirchenvorstand. Da ist es gut, wenn wir den „Neuen“ die Aufgabe und das Hineinkommen so einfach wie möglich machen.
Mit den Hauptamtlichen des Kirchspiels im Rahmen von KV-Sitzungen ins Gespräch zu kommen, ist für KV-Mitglieder eine schöne Aufgabe. Der Kirchenvorstand erfährt, was in den einzelnen Bereichen und bei der Zusammenarbeit gut oder nicht gut geht. Die hauptamtlich Mitarbeitenden haben das Recht, einmal im Jahr mit dem Kirchenvorstand ins Gespräch zu kommen. Diese Gesprächsrunden sind von gegenseitigem Vertrauen und von Wertschätzung bestimmt. Das wiederum wirkt sich positiv auf die Zusammenarbeit aus. Als Kirchenvorstand können wir nur immer wieder dankbar sein für unsere Hauptamtlichen, sei es in der Verwaltung, im technischen Bereich, auf den Friedhöfen und in der Verkündigung. Es läuft auch sehr viel unsichtbar für die Gemeinde im Hintergrund.
Ich möchte den Hauptamtlichen einfach einmal Danke sagen für die tolle Arbeit, die jede und jeder in eigener Funktion tut. Wir im Kirchspiel Dresden-West haben tolle Mitarbeiter, die sich einbringen und die ihr Bestes geben. Ich bin sicher, dass unser Pflug, den wir steuern, auch in den kommenden Jahren eine gerade Furche ziehen wird.
Thomas Pawlik, KV-Vorsitzender