Fragen der Veränderung
Die 28. Landessynode der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens
vom , verfasst von Bettina Westfeld
Als die Synodalen der 28. Landessynode am 28. Juni 2020 in der Kreuzkirche zu Dresden für ihren Dienst eingesegnet wurden, stand Psalm 16, 8 in den Herrnhuter Losungen. Der Vers wurde für die gesamte Gruppe ein wertvoller Begleiter: Ich habe den HERRN allezeit vor Augen.
Und dieses Blickwinkels bedurfte das Gremium des Öfteren. Die erste Herbsttagung im November 2020 musste kurzfristig abgesagt werden. Es wurde digital getagt und Gesetze beschlossen, die auch die übrigen Gremien der Landeskirche arbeitsfähig hielten.
Nachdem die Coronapandemie fast überstanden war, begann der russische Angriffskrieg auf die Ukraine. Auf unserem Thementag im Frühjahr 2022 suchten wir zusammen mit unseren christlichen Geschwistern nach Antworten weltweit. Auch bei der Beratung zu Zukunftsfragen unserer Kirche 2023 und 2024 bezogen wir unsere Partner mit ein. Wir feierten die ökumenische Gemeinschaft beim 1700. Jubiläum von Nizäa.
Und wir haben das Psalmwort auch untereinander gebraucht, so beim gescheiterten Versuch im vergangenen Herbst 2024, die gleichberechtigte Teilhabe in unserer Verfassung zu verankern.
Mehrmals haben wir uns hinterfragen lassen von Betroffenen sexualisierter Gewalt. Wir sind miteinander Schritte gegangen, die die 29. Landessynode fortsetzen muss. Ausgehend von den vielen Vakanzen arbeitet die Kirchenleitung auf Anregung der 28. Landessynode an nächsten Reformschritten. Der Abschlussbericht zu „Kirche im Wandel“ wird am 7. März 2026 auf einer Sondertagung beraten. Wir übergeben den Staffelstab an die 29. Landessynode. Für diese wünsche ich bei allen drängenden Fragen der Veränderung die Zuversicht der 23. Landessynode, die unmittelbar nach der Friedlichen Revolution ihre Arbeit aufnahm und die ihr Präsident Rolf Böttcher äußerte: „Ich glaube, dass uns unser Herr sicher auch etwas gelingen lassen wird.“
Bettina Westfeld,
Präsidentin der 28. Landessynode der EVLKS