Stolpersteine für drei ermordete Diakonissen

vom , verfasst von Martin Borck

Im Rahmen einer Feierstunde wurden am 7. Mai 2026 auf dem Gelände des Diako drei „Stolpersteine“ verlegt. Sie erinnern an die drei während der Nazi-Zeit durch das Euthanasie-Programm ermordeten Diakonissen; deren Ermordung man jetzt erst durch intensive Nachforschungen ermittelt hat.
  
Superintendent Albrecht Nollau, Oberin Esther Selle und die Historikerin und Präsidentin der Landessynode Bettina Westfeld erwähnten in ihren Ansprachen auch die passive Mitschuld der damaligen Verantwortlichen des Dresdner Diakos. All zu leicht war man gewillt, sich dem vorherrschenden Menschenbild anzupassen, das den Wert eines Menschen nicht nach seiner Würde sondern nach seiner Zweckmäßigkeit und Leistungsfähigkeit beurteilte. Im Nazi-Jargon sprach man damals von lebensunwertem Leben. Die drei erkrankten Diakonissen fielen dieser Einteilung zum Opfer.
  
Die drei Stolpersteine dienen uns heute zur Mahnung, falsche Menschenbilder nicht wieder zuzulassen. Es gibt kein lebensunwertes Leben.

⟦MEILISEARCH_META⟧ page_priority=1 | page_searchimage=d2ea1b02-4d30-11f1-949b-878980edac4e ⟦/MEILISEARCH_META⟧