Willkommen und Abschied

Neues aus dem Kirchspiel

vom , verfasst von Pfarrer Diethelm Eckhardt

Vor sechs Jahren sind 12 Kirchvorsteherinnen und Kirchvorsteher gemeinsam mit vier Pfarrerinnen und Pfarrern im Kirchspiel Dresden West gestartet, dazu die Kirchgemeindevertretungen (KGV) in Cossebaude, Briesnitz, Cotta und Gorbitz. Gemeindeleben in der Zeit der Pandemie (Corona) zu ermöglichen, war eine herausfordernde Aufgabe: Einerseits der Schutz von Gesundheit und Menschenleben; andererseits für Gottesdienst und für Gemeinschaft zu sorgen. Viel Kreativität und gutes „Augenmaß“ haben sogar Fortschritte entwickeln können (zum Beispiel digitale Vernetzung).

Doch ist dadurch die Sehnsucht nach „normalen“ Begegnungsmöglichkeiten gewachsen? Mit Blick auf die statistischen Zahlen bei Besuchern der Gottesdienste und Gemeindekreise muss man sagen: Eher nicht. Das individuelle Teilnehmen an Veranstaltungen hat sich stärker ausgeprägt; kontinuierliches Engagement ist weniger geworden. Das hat Auswirkungen auf Gemeinde und Kirche.

Seit vier Jahren gehört nun Löbtau dazu, das Kirchspiel ist um Frieden und Hoffnung und einige Mitarbeitende gewachsen. Im Kirchenvorstand (KV) waren nun 15 Ehrenamtliche und sechs Hauptamtliche zusammen – ein großes Gremium. Doch die Sorge, ob das gut gehen werde, war unbegründet. Alle haben sich zusammengefunden, weil wir zu dem einen Herrn Jesus Christus gehören und gemeinsam Kirche im Dresdener Westen gestalten wollen. Gott sei Dank!

Jede und jeder hat die eigenen Begabungen für ein gutes gemeinsames Gemeindeleben und den fruchtbringenden Austausch eingebracht. Das spiegelt sich in der Zusammenarbeit der Mitarbeitenden in der Kinder- und Jugendarbeit, der Verwaltung, der Kirchenmusik, auf den Friedhöfen, bei den Hausmeistern wider. Jede und jeder hat eigene Aufgabenbereiche, doch man unterstützt sich gegenseitig. Einige mussten wir in den letzten Monaten und Jahren verabschieden. Sie haben Segensspuren hinterlassen und diese werden weiter in den Gemeinden sichtbar sein und in Herzen nachklingen. Gott sei Dank!

Nun endet die Legislatur in Kirchenvorstand und Kirchgemeindevertretungen. Wir sind dankbar für alles Engagement, die investierte Zeit und aufgebrachte Kraft für unsere Gemeinden und das Kirchspiel. Ohne diese Menschen hätte sich unser Kirchspiel nicht so gut entwickeln können. „Im Dresdener Westen ist das Paradies“ fasste Superintendent Behr seinen Eindruck bei der Visitation im Frühjahr dieses Jahres zusammen. Zu diesem Segen haben auch alle in KV und KGV‘s beigetragen. Gott sei Dank!

Doch bevor die „alten KV und KGV“ gehen, wurden neue gewählt. „Kirchliche Arbeit unterliegt dem steten Wandel“ ist eine der prägenden Äußerungen des im Juli verstorbenen Altbischofs Jochen Bohl. Die neu zusammengesetzten Gremien (KV und KGV) werden ihren Arbeitsmodus finden. Wieder haben sich Gemeindeglieder bereitgefunden, Verantwortung zu übernehmen und für die Gemeindearbeit in Zukunft zu sorgen. Gott sei Dank!

Kirche im Wandel wird dabei immer wieder ein Gesprächsthema sein. Es wäre auch komisch, wenn sich die Christenheit seit 2000 Jahren nicht verändert hätte. Die Mitgliederzahlen in unseren Gemeinden gehen leider weiter zurück. Freiwerdende Mitarbeiterstellen können wir gegenwärtig kaum wieder besetzen. Und das liegt nicht nur an den geringeren Finanzen unserer Landeskirche, sondern auch an weniger zur Verfügung stehenden Fachkräften für die Aufgaben. Da geht es uns ähnlich wie manchen Betrieben. Doch mit Gottvertrauen, Mut und Kreativität werden wir auch in den kommenden Jahren Kirche bei uns gestalten. Es kann und wird Leben sein in Briesnitz und Cossebaude, in Heiland und Philippus, in Frieden und Hoffnung. Gott gebe den neuen KV- und KGV-Mitgliedern, den Mitarbeitenden und unseren Gemeinden dazu seinen Segen.

Pfarrer Diethelm Eckhardt,
Mitglied des Kirchenvorstandes

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